Auftaktveranstaltung 9. Mai 2011

09. Mai 2011 – Kramerwirt Arzbach

Gespannt waren sie, die Gastronomen und Hoteliers aus dem Oberland. Auf den neurenovierten Kramerwirt und auf die regionalen Experten. Und sie wurden nicht enttäuscht: im Festsaal des Kramerwirtes erwartete Sie ein Büfett mit regionalen Köstlichkeiten, Vollkornbaguette mit Rohmilchkäse oder Forellenfilet zum Beispiel.  Schon vor den Vorträgen konnte die Zeit zum Netzwerken, Kennen lernen und wieder treffen genutzt werden. Mit wie viel Herzblut der Lenggrieser Unternehmer Kilian Willibald an „seinem“ Kramerwirt hängt und mit welcher Detailtreue er an die Renovierung herangegangen war, konnte man förmlich spüren, als er die Besucher begrüßte. Heinz Eck, Eck-Hogaplan, Architekt und Spezialist für Hotel- und Gastronomie-Bauten zeigte anhand von zwei ähnlich gelagerten Objekten im Abstand von gut 10 Jahren wie sich die Architektur und Gestaltung veränderte und wohin die Trends in Inneneinrichtung und Konzeption zur Zeit gehen. Die Ernährungswissenschaftlerin Andrea Brenner FOODatWORK richtete ihren  Blick auf die Speisekarten. Sie stellte die Frage ob die Speisekarten auch das Konzept oder die Philosophie des Hauses widerspiegeln. An Beispielen von Kinderspeisekarten mit den vielversprechenden Namen Schneewittchen, Alf, Donald Duck und ähnlichen Märchenfiguren zeigte sie, dass die Namen allein noch keine kindgerechte Ausrichtung ausmachen. Denn hinter den Namen verbergen sich landauf landab immer die gleichen Gerichte. Schnitzel und Pommes und Co haben sicher ihre Berechtigung, werden die Gäste aber sicher nicht nachhaltig wieder zum Kommen anlocken. Eine kindegerechte Ausrichtung lässt sich an kreativen Speisenideen und speziellem Service erkennen. Ihr Fazit: „Wer langfristig seine Kunden binden möchte, sollte ein stimmiges Speisenangebot präsentieren, das „merk-würdig“ ist. Andrea Brenner hat hierzu noch viele kreative Ideen für die heimischen Betriebe parat.“ Wie ein barrierefreies Hotelzimmer mit einfachen, nicht festinstallierten Hilfsmitteln, aussehen kann zeigte Rüdiger Klemens von der Kooperation BGvL (Barrierefreie Gestaltung von Lebensräumen). Das von Barrierefreien Räumen nicht nur Menschen mit Behinderungen profitieren, sondern auch Familien mit kleinen Kindern (Kinderwägen freundlich) und auch die immer stärker werdende Zielgruppe 60+ war sicher den meisten Zuhörern noch nicht so bewusst gewesen. Wie man dann an das Geld für die angedachten Verbesserungen kommt, zeigte Johannes Bötsch von Bötsch & Loesti aus Benediktbeuern auf. An einem Musterbeispiel setzten er verschiedene Rechenbeispiele bildhaft und leicht verständlich dar: „Wenn man aber offen und ehrlich die betrieblich Situation analysiert und  verschiedenen Handlungsoptionen in Betracht zieht, kann man die Finanzierungsbedingungen optimieren. Die Mühen sind nicht zu unterschätzen, aber Leidenschaft, Neugier und Mut sollten für einen Unternehmer sowieso selbstverständlich sein.“ Beate Mader, Social Media Begeisterte von VISION³ aus der Tölzer Kirchgasse weckte dann mit ihrer These: „Sie können NICHT nicht mitmachen!“ die anwesenden Hoteliers und Gastronomen auf. Die einzige Chance sich gegen negative Bewertungen in dem immer größeren Bewertungsplattformen-Urwald zu wehren, sind sehr gute Leistung und ein positives Image im sozialen Netz zu haben. „Online Reputationsmanagement“ heißt das Schlagwort und an“ regionalen“ und „Best Practice“ Beispielen in Facebook gab Beate Mader eine Idee wie man aus seinen Gästen Freunde macht. Netzwerken, Gespräche mit den Referenten und den Wirtsleuten waren dann noch beim sehr gut gelungenen Büffet angesagt. „Wer sich bewegen will, kommt mit diesen Impulsen gut in Schwung.“ So einer der Anwesenden.

Nun heißt es für die Arbeitsgruppe „Impulse für das Gastgewerbe“ sich mit den Partnern zusammen zu setzten und über weitere Veranstaltungen hier in der Region zu sprechen. Bedarf besteht auf alle Fälle.

www.impulse-fuer-das-gastgewerbe.de

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